Kinder mit ADHS bekommen heute meistens Ritalin. Ein spezielles Konzentrationstraining eröffnet ihnen die Chance, auf das Medikament zu verzichten. Noch gilt das Verfahren als experimentell, doch Studien belegen die Erfolge.
Sanftere Alternativen: Schwingt der Arzt den Bohrer, leidet nicht nur die Seele des Patienten, sondern auch der Zahn. Wird Karies früh entdeckt, lässt sie sich auch schmerzfrei rein chemisch behandeln.
Bisphenol A (BPA) ist in vielen Kunststoffen enthalten. Bislang galt die Chemikalie offiziell als harmlos. Doch jüngst hat die US-Behörde für Lebensmittelsicherheit FDA erstmals Bedenken geäußert. Gibt es Grund zur Sorge? Fragen an den Toxikologen Andeas Gies.
Rücksichtslose Abwehrschlacht: Reiniger, Waschmittel und sogar Textilien mit antibakterieller Wirkung haben Hochkonjunktur. Umweltverbände und Gesundheitsbehörden warnen vor Gefahren für Natur und Gesundheit.
Viele Nahrungsmittelhersteller werben damit, ihre Produkte mit Vitaminen anzureichern. Für Schwangere ist Folsäure wichtig, bei älteren Menschen steigert sie das Krebsrisiko. Wieviel Zufuhr ist noch verträglich?
Mit dem Abebben der Infektionswelle sinkt die Impfbe- reitschaft der Bevölkerung. Bund und Länder könnten auf Millionen Impfstoffdosen sitzenbleiben. Was tun? Etwa größere Mengen im Ausland absetzen?
Von Schweinegrippe bis Krebs – das Angebot an Diagnosesets für den Hausgebrauch wächst. Viele Produkte halten nicht, was die Anbieter versprechen. Es mangelt an staatlicher Kontrolle.
Manche Medikamente stehen in dem Ruf, die geistige Leistungsfähigkeit über das Normalmaß hinaus steigern zu können. Sollen wir ihren Einsatz freizügig akzeptieren oder ist es Zeit für eine gesellschaftliche Debatte?
Wirkverstärker haben einen schlechten Ruf – nicht zuletzt aufgrund der aktuellen Schweinegrippe-Impfaktion. Für Immunologen sie sind Adjuvanzien nicht die Bösewichte, sondern die große Hoffnung der Impfstoffforschung.
Alzheimer-Medikamente helfen nur dann, wenn schädliche Veränderungen des Gehirns schon im frühen Stadium erkannt werden. Neue Medikamente sind derzeit kaum in Sicht, die Entwicklung passender Methoden geht voran.
Spenderorgane für Herztransplantationen sind knapp. Zur Überbrückung der Wartezeit bekommen Patienten häufig Hilfspumpen implantiert. Die Technik bewährt sich im Dauereinsatz.