Ein großes englisches Gedicht ist wiederzuentdecken: Paul Wühr übersetzt Francis Thompsons „Himmelhund“. Für viele gilt der 1907 Verstorbene als einer der größten englischen Dichter des 19. Jahrhunderts.
Jahrelang wurde der Schriftsteller von der Stasi beobachtet. Kai Schlüter markiert mit dem Lesebuch „Günter Grass im Visier. Die Stasi-Akte“ den Riss zwischen zwei Denk- und Sprachwelten.
Auch fernab der Metropolen schreibt das Leben Geschichten, die sich zu erzählen lohnen. Bieten kleine Orte eher Platz für das ganz große Glück? Gerhard Henschel, Patrick Findeis, Stephan Thome: drei Romane, drei Antworten.
„Dass der Glauben die Welt schöner macht als das Wissen, stimmt doch“, heißt es in Martin Walsers Novelle. „Mein Jenseits“ rührt an in ihrer Einfachheit. Ihre Not wirkt wahr; und das ist schön, meint Hans-Joachim Neubauer.
Musketiere auf einer christlichen Bekehrungsmission – Johannes von Thaddens Jugendroman „Greif und Kreuz“ ist für Artur Becker ein bravouröses Lehrstück politischer Verständigung.
In welchen Mulden des Lebens sitzt das Glück? Und in welchen Untiefen der Zeit nistet die Liebe? Arno Geiger gelingt mit „Alles über Sally“ ein bewegender Roman über das Schwinden großer Gefühle.
Jörg Zittlau versammelt in seinem unterhaltsamen Sachbuch „Matt und elend lag er da“ mehr als nur köstliche Schnurren über berühmte Patienten und ihre Ärzte. Nicht alle erfolglosen Mediziner waren Kurpfuscher.
Mit ihrem Wörterbuch lieferten die Forscher das Grundlagen- werk für die deutsche Sprache. Jacob und Wilhelm betätigten sich aber auch politisch in der 1848-Revolution. Steffen Martus gewährt unerwartete Einblicke.
Chaplin-Bücher gibt es wie Sand am Meer. Viele – auch diverse Famileienmitglieder – meinten, ihre Sicht auf den großen Filmemacher veröffentlichen zu müssen. Stephen Weissmans Psychoanalyse-Ansatz fördert Neues zutage.
Ein verfallener Hof in Mecklenburg-Vorpommern wird durch die niederländische Schriftstellerin Pauline de Bok zum wechselvollen Schauplatz der Geschichte.
Unter dem Stalinismus geschmäht, jetzt auf Deutsch erschienen: Leonid Dobytschins „Die Stadt N.“. Der Autor wurde verfolgt, seine Spur verlor sich im Terror. Dieses Werk konnte dem Vergessen entrissen werden.