Der Klassenraum dient als soziales Labor, hier wird mit Chancengerechtigkeit und Integration experimentiert. Mütter und Väter gehen dagegen auf die Barrikaden. Christiane Florin schlägt sich auf ihre Seite.
Jahrelang wurde der Schriftsteller von der Stasi beobachtet. Kai Schlüter markiert mit dem Lesebuch „Günter Grass im Visier. Die Stasi-Akte“ den Riss zwischen zwei Denk- und Sprachwelten.
Vor allem junge Leute begehren gegen China und das eigene Establishment auf. Ein freier Markt ist ihnen zu wenig, sie wollen Freiheit. Politisch sind ihre Demonstrationen wirkungslos, gesellschaftlich nicht.
In diesem Jahr wäre er 200 geworden, als Opernkomponist ist er noch zu entdecken. Der Dirigent Nikolaus Harnoncourt über reichen Orchesterklang, verkannte Werke und die Oper als Psychodrama.
Der chilenisch-spanische Filmregisseur Alejandro Amenábar erweist der spätantiken Philosophin Hypatia als einer frühen Aufklärerin die Ehre. „Agora – Die Säulen des Himmels“ ist ein mitreißendes Epos.
Als Literat und zeitkritischer Essayist zählt der österreichische Autor zu den vorrangigen Denkern. Seine jüngsten Arbeiten kreisen um Erinnerung und Identität. Die Nähe zu Robert Musil fällt dabei ins Auge.
Wenn Unternehmen zu viele Informationen über ihre Kunden erheben, reagieren Kommentatoren empört. Im eigenen Berufsverband sind Journalisten bisher weniger kritisch. Eine Formularbesichtigung.
Im Strukturwandel wurde das Revier zum Opfer der Globalisierung. Die Jungen ziehen weg, die Kommunen sind pleite, der Bergbau lebt nur in der Erinnerung. Expedition in eine verunsicherte Arbeitswelt von Raoul Löbbert.
Am Ursprung jeden Forschens stehen Staunen und Neugier. Wer sich der Unsicherheit aussetzt, hat die Chance, seine Vorurteile zu überwinden. Ein Essay von Peter L. Berger und Anton C. Zijderveld.