Spätestens seit auch an der Odenwaldschule Missbrauchsfälle publik geworden sind, ist offensichtlich: Kinderschändung ist ein Problem der ganzen Gesellschaft. Der Runde Tisch kommt für Matthias Gierth zu Recht.
Der Wechsel der Führung bietet ökumenische Möglichkeiten. Eine Neuauflage des gemeinsamen Sozialwortes der Kirchen ist angebracht. Die Voraussetzungen dafür stehen für Wolfgang Thielmann gut.
Nach Margot Käßmanns Rücktritt muss sich die Spitze des Protestantismus personell und programmatisch neu formieren. Die Lücke in der Führung der wird im November geschlossen. Ein Umschwung zeichnet sich ab.
Was ist ein guter Gottesdienst? Protestanten und Katholiken sehen ähnliche Probleme – und unterschiedliche Lösungen. Eberhard Amon, Leiter des Deutschen Liturgischen Instituts, zeigt die Grundlagen auf.
Für den Umgang der katholischen Kirche mit den Missbrauchsfällen gibt es keine Patentlösung. Für eine ganze Zeit werden die Bischöfe noch unter Anklage stehen. Und jederzeit kann ein neuer Fall den Boden unter ihren Füßen in Brand setzen.
Im Leben der Opfer haben die Taten tiefe Spuren des Leids hinterlassen, die oft ein Leben lang andauern. Offensive Aufarbeitung ist für Rudolf Zewell alternativlos. Nur sie heilt Wunden.
Netzwerke sollen Erkrankten und ihren Angehörigen beistehen. Aachen zieht eine erste Bilanz.
Wissenschaftsrat
Das wichtigste hochschulpolitische Beratungsgremium hat ein Papier zur Zukunft der Theologie und Religionswissenschaft veröffentlicht – und das Interesse an der Universitäten immens.
Die Vorfälle am Berliner Canisius-Kolleg fordern die gesamte Kirche heraus. Trotz niedriger Zahlen muss die sittliche Reife der Priesterbewerber Zentralkriterium sein. Sexualität ist keine Randfrage, mahnt Matthias Gierth.
Zum 1200-Jahr-Jubiläum der Diözese Hildesheim soll der Dom gründlich saniert erstrahlen. Bis 2014 ist er geschlossen. Die St.-Michaelis-Kirche wird tausend Jahre alt – und ist bereits umgestaltet.
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat entschieden: Überall auf dem Kontinent müssen die Kreuze in öffentlichen Gebäuden abgehängt werden. Ein Fehlurteil, meint unser Autor Hans Michael Heinig.