Emotionen werden von den Mächtigen meist gescheut und schon gar nicht geschürt. Dabei braucht eine Gesellschaft große politische Erzählungen, die rühren und bewegen. Ein Gespräch mit Herfried Münkler.
Im Zusammenleben der Religionen muss Toleranz möglich sein. Aber wie äußert sich Transzendenz in der pluralistischen Gesellschaft? Und: Soll die Burka verboten werden? Ein Gespräch mit dem Moralphilosoph Charles Taylor.
Das Prestigeprojekt wird vertagt. Der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, kritisiert den Beschluss der Bundesregierung und spricht über Sammeln, Forschen und die Freuden des Kampfsports.
Abstrakte Gemälde und Skulpturen können verstören. Doch oft spricht sich gerade in ihnen ein Sinn für Transzendenz aus. Über die Rolle der religiösen Überlieferung für die Ästhetik der Gegenwart schreibt Monika Grütters.
Als alliierte Bomber die Elbmetropole 1945 zerstörten, sollen 200.000 Menschen den Tod gefunden haben. Oder waren es deutlich weniger Opfer? Relativieren neue Zahlen das Ausmaß der Katastrophe? Ein Essay von Ulrich Baron.
Die Gratwanderung Heinrichs IV. zwischen den Konfessionen: Sein Edikt von Nantes legte die Basis für religiösen und politischen Ausgleich. Zum 400. Todestag eines umstrittenen Potentaten. Ein Essay von Uwe Schultz.
Viele Europäer verlieren den Kontakt zu den Kirchen. Auf der anderen Seite brechen fundamentalistische Gläubige mit den Traditionen und Milieus, aus denen sie kommen. Beide Trends hängen eng zusammen. Ein Gespräch mit Olivier Roy.
Während die Naturwissenschaften immer selbstbewusster werden, darben vielerorts die Philologien. Die Hochschulen müssen sich auf ihre Stärken besinnen. Ein Gespräch mit Christoph Markschies.
Ohne Klöster wäre die deutsche Geschichte anders verlaufen. In ihnen wurde nicht nur gebetet und gelesen: Sie waren auch Orte des Fortschritts für Landwirtschaft, Ingenieurs- wesen und Forschung. Ein Gespräch mit Thomas Sterba.
In Ländern wie Rumänien folgte dem Kommunismus ein moralisches Vakuum. Viele Einwohner ergeben sich dem Konsum. Andererseits erleben die Kirchen eine Renaissance. Ein Essay von Jürgen Henkel.
Am Ursprung jeden Forschens stehen Staunen und Neugier. Wer sich der Unsicherheit aussetzt, hat die Chance, seine Vorurteile zu überwinden. Ein Essay von Peter L. Berger und Anton C. Zijderveld.
Bibel und Koran sind stets in andere Sprachen übertragen worden. Doch beim Ringen um Eindeutigkeit geht vieles verloren. Warum wir manchmal das Nichtverstehen ertragen sollten. Ein Essay von Stefan Weidner.
Auch Vokabeln überschreiten Grenzen. Wer ihre Spuren verfolgt, entdeckt: Sprache ist kein Besitz. Ein Essay der Lyrikerin Uljana Wolf, die für zwei Monate Mazedonien, dessen Sprache sie nicht spricht, besuchte.